2008/10/27

das problem mit linux

die vielen vorteile freier software aufzuzählen erspar ich mir jetzt und steige einfach mit der feststellung ein, dass ich mich in den letzten monaten sehr mit meinen linux systemen (eee pc rein mit eee-ubuntu und mein laptop mit dual-boot zwischen ubuntu hardy heron und win xp) angefreundet hab.
linux sieht (mit der richtigen konfiguration) imho nicht nur schicker aus, sondern bietet auch weit mehr möglichkeiten sich das system gemäß den eigenen bedürfnissen anzupassen und zu erweitern. darüberhinaus ist es ein befreiendes gefühl eine vernünftige alternative zum platzhirsch microsoft bedienen zu können.
nun bin ich also so weit, dass ich mir einen neuen desktop pc zusammenstellen möchte. eines meiner hauptkriterien hierbei ist die volle kompatiblität zu linux-systemen, konkret zu ubuntu.

die frage ist nur: wie stelle ich jene fest, ohne die teile auszuprobieren? in ermangelung von vernünftig gepflegten whitelists für ubuntu bleibt mir demnach nichts übrig, als mich mit jeder komponente durch unzählige foren zu bemühen, selbstverständlich ohne garantie das zu finden, was ich suche, oder gar für die richtigeit gefundener angaben.

ein beispiel: beim mainboard hab ich das Neo3-FR vom taiwanesischen hersteller MSI im auge. der Intel P45 chipsatz sowie die üppige ausstattung (u.a. 4 ddr 2 steckplätze) haben mich ziemlich schnell überzeugt.
nun, wie stelle ich aus verlässlicher quelle fest, dass das teil unter ubuntu voll funktionsfähig ist, also samt ethernet schnittstelle, RAID controller, onboard sound (den ich zwar nicht nutzen werden aber trotzdem), lüftersteuerung?
die offizielle HP sagt mal gar nix und stellt auch nur treiber für windows zur verfügung http://is.gd/4VQq
google ist auch nciht wirklich hilfreich und so steh ich also vor dem nichts. natürlich könnte ich mir ein anderes board suchen, das dann nicht ganz meinen erwartungen entspricht, vll sogar teurer ist, dafür aber vermutlich auch nciht mit 100%er sicherheit gut läuft. auch dämlich, denn es wäre ja genauso gut möglich, dass das board meiner wahl einwandfrei läuft.

was ich versuchen werde ist, MSI zu kontaktieren (ich schlag mich ja sehr gerne mit unfähigen support-mitarbeitern herum) um mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ebenfalls keine befriedigende AW zu bekommen.
also wirds im endeffekt darauf hinauslaufen, dass ich das teil kauf, ausprobier und im blödesten fall wieder zurück bringe, was weder für mich, noch für den einzelhändler lustig ist.

spaß.

und da soll man voller freude auf open source umsteigen?

4 Kommentare:

Patrick hat gesagt…

Sachen von Intel sind (mit Ausnahme von Turbo Memory) prinzipiell zu 100% Linux-kompatibel.

Unknown hat gesagt…

ja, naja, nette info, aber ethernet sowie audio schnittstelle am board sind nicht von intel, sondern von realtek.

m3 - Martin Leyrer hat gesagt…

Mit der Netzwerkkarte (Realtek 8111C) wirst Du Probleme bekommen:
r8168 and Hardy

Die Realtek ALC888 Audio"karte" dürfte keine Probleme machen: Realtek ALC888 and Ubuntu Hardy Heron

Im Zweifelsfall immer die Mainboard Specifications vom Hersteller herunterladen, da steht üblicherweise genau drinnen, welche Bauteile verbaut wurden. Damit und "Hardy Heron" im Google suchen -> alle notwendigen Infos.

Unknown hat gesagt…

erstmal danke für den tipp :)

mittlerweile hab ich mich schon für ein anderes MB entschieden: http://geizhals.at/a339157.html

jenes hat allerdings auch den realtek 8111C installiert.
das problem is halt, dass es keine professionellen quellen gibt.

einerseits finde ich viele leute, die von probleme berichten, jedoch hab ich auch schon ein paar mal gelesen, dass das MB mit kleinen tweaks anstandlos funktioniert: http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=871684