2006/06/26

Thoughts...

Mit einer solchen Reaktion auf Einträge dieser Art hatte ich nicht gerechnet. Jedenfalls bedarf es hier ein schrifgewordener Gedanken. Ich werde wieder sehr viele Worte brauchen um eine im Prinzip ganz simple Sache zu sagen mit der ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach schon kurz nachdem ich sie aufgeschrieben habe nicht mehr identifizieren kann. Es ist für mich generell einfacher mich mit den Worten anderer zu identifizieren als mit meinen eigenen und so habe ich die Tendenz entwickelt recht häufig zu zitieren.

Es gibt diesen Menschen, die die Begabung haben komplexe Sachen in einfach zu verstehende Metaphern zu verpacken und so wesentlich genauer auf den Punkt zu kommen als andere, die ganze Bücher darüber schreiben.
Schon die Bibel ist voll von solchen Gleichnissen. Das Faszinierende daran ist, dass unheimlich komplexe Gedanken in einer komprimierte Form übertragen werden können, ohne dass der Gedanke dabei in irgendeiner Form simplifiziert wird.

Durch Musik und die Texte kann ich mich mit Conor Oberst oder zumindest mit dem Menschen, den er in seiner Musik darstellt gut identifizieren kann.
Und manchmal passiert das, was mit vor ein paar Tagen bei der anfangs erwähnten Textzeile passiert ist. Dutzende Male habe ich sie nicht wahrgenommen, sie hat nichts für mich bedeutet. Dann dieser eine entscheidende Augenblick wo mir das ganze Ausmaß und der ganze Gedankenkomplex hinter diesem Satz bewusst wird und ich plötzlich genau mich darin wiederfinde, dieser Augenblick wo ich glaube, die Welt ein Stück mehr verstanden zu haben. Oft verfolgt mich jener Gedanke mehrere Tage oder Wochen und machmal bekomme ich auch das verlangen diesen Gedanken mit anderen Menschen zu teilen, die dann entweder viel oder nichts darin sehen. Sollte jemand wirklich nichts darin sehen habe ich aber auch kein Problem damit, mein Bild von diesem Menschen verändert sich nicht. Jeder Mensch braucht diese Dinge mit denen er sich identifizieren kann, in denen er sich wiederfinden kann. Auch wenn ich der einzige Mensch bin, der mit dieser einen Zeile etwas anfangen kann macht mir das gar nicht aus, weil diesen Findungserlebnis subjektiv vielleicht sogar noch besser als kollektiv funktioniert.

Fakt ist, dass aus dem tiefgründigen Eintrag, den ich ursprünglich schreiben wollte wieder nichts außer viel heiße Luft geworden ist...

Well I could have been a famous singer
If I had someone else’s voice
But failure’s always sounded better
Lets fuck it up boys, make some noise!

2006/06/20

Wo sie hinschlägt wächst hinterher kein Gras mehr.

Ursula Stenzel über die morgige Sperre des Stephansplatzes aufgrund des Bush-Besuches:

"Ich werde genießen, dass der Stephansplatz frei ist."


Na wenigstens hat sie was davon...


Dazu, dass sich die meisten Wiener durch die vielen Sperren, die durch den Besuch bedingt sind, gestört fühlen meint sie noch:

"Die Wiener raunzen immer."


Klatsch. Klatsch. Klatsch.

Think. Feel.

But you should never be embarrassed by your trouble with living. Because it is the ones with the sorest throats, Laura, who have done the most singing.

Bei solchen Zeilen frag ich mich immer wieder wie dieser Mensch es nur schafft mich mit zwei einfachen Sätzen so zu beeindrucken und mich über so vieles nachdenken zu lassen. Ein Leben erklärt in 27 Wörtern...

2006/06/07

Where is...

Wann hab ich eigentlich meinen Idealismus verloren?

2006/06/06

living and drinking in vienna #001

...und die Streichholzschachtel vom Berliner Magnet Club mit den zwei Plektrons drinnen, die ich vergangenen Sonntag im Wiener Chelsea gefunden habe gibt mir immer noch ein Rätsel auf...